Berliner Funkturm, Sendeturm in Westend, Berlin, Deutschland.
Der Funkturm Berlin ist ein Stahlbauwerk in Westend, Charlottenburg-Wilmersdorf, das sich 146,78 Meter in die Höhe erhebt und auf einer quadratischen Basis von 20 Metern Seitenlänge steht. Die Konstruktion besteht aus Fachwerk mit durchgehender vertikaler Struktur, die sich nach oben hin verjüngt und eine schlanke, markante Form zeigt.
Der Architekt Heinrich Straumer entwarf diesen Sendeturm, der im September 1926 anlässlich der dritten Deutschen Funkausstellung in Betrieb genommen wurde. Die Struktur überstand den Zweiten Weltkrieg und dient bis heute als Sendeanlage für Radio- und Fernsehsignale.
Der Funkturm trägt im Berliner Volksmund den Spitznamen »der lange Lulatsch«, eine liebevolle Anspielung auf seine schlanke Silhouette. Besucher erleben heute einen der markantesten Punkte der Stadt, der für Radio- und Fernsehübertragungen weiterhin aktiv genutzt wird.
Eine Aussichtsplattform erwartet Besucher auf 125 Metern Höhe, während sich ein Restaurant auf 52 Metern befindet, beide mit dem Aufzug erreichbar. Die Anlage liegt nahe dem Messegelände und ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Die gesamte Stahlkonstruktion ruht auf Porzellanisolatoren, die von der Königlich-Preußischen Porzellan-Manufaktur gefertigt wurden. Diese technische Lösung findet sich nur bei wenigen Bauwerken weltweit und sollte ursprünglich elektrische Isolation gewährleisten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.