Ernst-Abbe-Denkmal, Denkmal am Carl-Zeiss-Platz, Jena, Deutschland.
Das Ernst-Abbe-Denkmal ist eine steinerne Gedenkstätte auf dem Carl-Zeiss-Platz mit acht Seiten und vier Eingängen an den Schmalseiten. Im Inneren befindet sich eine Marmorbüste des Physikers, umgeben von Bronzeplatten mit Arbeitsszenen, während ein großes Lichtfenster in der Decke Tageslicht in den Raum fällt.
Das Denkmal wurde zwischen 1908 und 1911 errichtet, um Ernst Abbe zu ehren, einen Physiker, dessen Arbeit Jena geprägt hatte. Seine Finanzierung kam von Bürgern der Stadt, die seinen Beitrag zur Entwicklung von Wissenschaft und Industrie würdigen wollten.
Das Denkmal zeigt die Handschrift mehrerer bekannter Künstler: Van de Velde gestaltete die Architektur, Klinger schuf die Marmorbüste und Meunier entwarf die Bronzeplatten. Die Reliefbilder an den Wänden erzählen von Arbeit in Bergbau, Landwirtschaft und Industrie und spiegeln wider, was Abbe für die Arbeitswelt bedeutete.
Das Denkmal befindet sich auf einem zentralen Platz in der Stadt und ist von außen einsehbar, doch der Innenraum ist nicht regelmäßig für Besucher geöffnet. Für einen Blick ins Innere sollte man sich bei lokalen Kultureinrichtungen erkundigen, da Zugang nur zu besonderen Anlässen möglich ist.
Die vier Bronzeplatten im Inneren zeigen Bergbau, Ernte, Hafenarbeit und Fabrikarbeit und wurden ursprünglich für ein anderes Denkmal entworfen. Sie landeten hier und geben dem Raum eine unerwartete industrielle Dimension, die über die Ehrung einer einzelnen Person hinausgeht.
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