Große Weserbrücke, Straßenbrücke in Bremen, Deutschland
Die Wilhelm-Kaisen-Brücke ist eine Straßenbrücke über die Weser in Bremen und verbindet die Altstadt mit der Neustadt. Sie besitzt getrennte Fahrstreifen für Autos, Straßenbahnen, Radfahrer und Fußgänger. Seit 1903 liegen die Große und die Kleine Weserbrücke auf einer Achse; das heutige Bauwerk wurde 1960 eingeweiht.
Die erste urkundliche Erwähnung einer Weserbrücke an dieser Stelle steht in einer Urkunde von 1244 über den Verkauf eines Grundstücks im Neuen Lande durch das Kloster Hude an den Deutschen Orden. Das Schiffsmüllerprivileg von 1250 bezeichnet das Gelände als „Insel beidseits der Brücke“. Sechs Jahrhunderte lang war die Brücke eine Holzkonstruktion mit acht bis vierzehn Jochen, unterhalten von 102 Orten vor allem am linken Ufer; die heutige Brücke wurde 1960 eingeweiht und trägt seit 1980 den Namen Wilhelm-Kaisen-Brücke.
Die Brücke ist nach Wilhelm Kaisen benannt, der nach dem Zweiten Weltkrieg Bremen als Bürgermeister wieder aufbaute. Sein Name verbindet sich mit dem Wiederaufbau der Stadt.
Über die Brücke führen Straßenbahn- und Buslinien mit Haltestellen auf der Teerhofseite; getrennte Bahnen dienen Fußgängern und Radfahrern. Seit 1903 liegen Große und Kleine Weserbrücke in einer Achse, sodass der Weg sich geradlinig über den kleinen Arm fortsetzt. Reihen von Eisböcken quer im Fluss, dort wo der Stadtgraben die Weser erreichte, schützten das Bauwerk einst vor Eisgang.
Der Name bezeichnet keine „große Brücke über die Weser“, sondern eine Brücke über die „Große Weser“, den Hauptstrom; der schmalere linke Arm, die Kleine Weser, wurde bis 1903 von einer eigenen Brücke überspannt, dann lagen beide in einer Achse.
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