Marienbibliothek, Evangelische Kirchenbibliothek in Halle, Deutschland
Die Marienbibliothek zu Halle an der Saale ist eine Kirchenbibliothek in einem Renaissancegebäude, das unmittelbar neben der Marienkirche im Zentrum von Halle steht. Das Gebäude beherbergt auch die Gertrudenkapelle und umfasst historische Buchbestände sowie Archivmaterial.
Die Bibliothek wurde 1552 von Sebastian Boetius gegründet, der Bücher auf der Leipziger Messe erwarb und damit die älteste ununterbrochen zugängliche protestantische Kirchenbibliothek Deutschlands schuf. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Sammlung durch Schenkungen und Ankäufe stetig an.
Die Marienbibliothek befindet sich direkt neben der Marienkirche, und diese enge Nachbarschaft spiegelt sich auch in ihrer Geschichte wider: Sie wurde als Kirchenbibliothek gegründet und hat diesen Charakter bis heute behalten. Wer sie besucht, tritt in einen Raum ein, in dem Gelehrsamkeit und kirchliches Leben seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden sind.
Die Marienbibliothek ist eine Präsenzbibliothek, das heißt, Materialien können vor Ort eingesehen, aber nicht ausgeliehen werden. Es empfiehlt sich, vorab Kontakt aufzunehmen, da der Zugang für Besucher bestimmten Regeln folgt.
Unter den Schätzen der Sammlung befindet sich eine Tora-Rolle aus dem frühen 14. Jahrhundert, die zu den ältesten erhaltenen Stücken dieser Art in der Region zählt. Darüber hinaus bewahrt das Archiv den Taufschein von Georg Friedrich Händel, der in Halle geboren wurde.
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