Schwanheimer Alteichen, Naturdenkmal in Frankfurt/Main
Schwanheimer Alteichen ist eine Gruppe von etwa 30 sehr alten Eichenbäumen im Südwesten Frankfurts, die sich durch ihre enormen Stämme und knorrigen Äste auszeichnen. Diese Bäume stehen auf einer offenen Fläche am Rand des Stadtwaldes und wachsen teilweise in kleinen Gruppen oder isoliert, wobei die ältesten deutlich größer und massiver wirken als die jüngeren Exemplare ringsum.
Die Eichen entstanden in einem Hutewald, wo Schweine, Schafe und Ziegen weideten und junge Pflanzen fraßen, was den Bäumen Platz zum Wachsen gab. Diese Bewirtschaftungsweise endete um 1923, worauf die Bäume weiter ungestört wachsen konnten, bis Frankfurt die Fläche übernahm und sie später unter Denkmalschutz stellte.
Die Schwanheimer Alteichen haben für Künstler seit dem 19. Jahrhundert eine besondere Anziehungskraft ausgeübt, die in romantischen Gemälden und Zeichnungen festgehalten wurde. Diese künstlerische Tradition zeigt, wie sehr die Bäume als Symbole der natürlichen Schönheit und historischen Kontinuität in der Region verankert sind.
Die Schwanheimer Alteichen sind das ganze Jahr über zugänglich und können über Wanderwege erkundet werden, die mit Informationstafeln versehen sind. Besucher sollten bedenken, dass die Bäume und die Fläche darunter geschützt sind, daher ist es wichtig, auf den Wegen zu bleiben und die Natur nicht zu betreten oder zu beschädigen.
Die Bäume beherbergen seltene Tierarten wie den Hirschkäfer und den Flussperl-Muschel-Käfer, wobei die toten Äste und Hohlräume lebenswichtige Lebensräume für Hunderte von Insektenarten schaffen. Eine besondere Rolle spielen auch die Scheunen-Eulen, die in den Baumhöhlen brüten und nachts über die benachbarten Felder jagen.
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