Wiechert’sche Erdbebenwarte, Seismologische Station und Architekturdenkmal in Göttingen, Deutschland
Die Wiechert'sche Erdbebenwarte in Göttingen ist eine Forschungsstation mit zwei separaten Gebäuden, die mit historischen und modernen Messgeräten ausgestattet ist. Die Anlage dokumentiert seit ihrer Gründung kontinuierlich Erdbebenaktivitäten mit präzisen Seismographen.
Die Station wurde gegründet, um als erste Einrichtung ihrer Art Erdbeben mit wissenschaftlich verwertbaren Messgräten zu erfassen. Sie hat sich seitdem zu einem kontinuierlich arbeitenden Observatorium entwickelt, das bis heute Seismic Aktivitäten weltweit verfolgt.
Die Station zeigt, wie Menschen im Laufe der Zeit gelernt haben, Erdbeben zu messen und zu verstehen. Man kann hier alte und neue Geräte nebeneinander sehen und beobachten, wie Wissenschaftler heute noch mit dieser Technik arbeiten.
Besucher können die Station an bestimmten Tagen besichtigen und dabei die großen Pendel und die historischen Messgeräte hautnah sehen. Es ist hilfreich, sich vorher zu informieren, da Führungen nur zu festgelegten Terminen angeboten werden.
Die Anlage besitzt einen Fallturm, in dem eine mehrtonnen-schwere Stahlkugel kontrollierte Erderschütterungen erzeugt, um Messgerate zu testen. Diese ungewöhnliche Methode erlaubt es, seismische Wellen im Labor nachzuahmen, ohne auf echte Erdbeben warten zu müssen.
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