Schloss Coswig, Barockschloss in Coswig, Deutschland
Das Coswig Schloss ist ein barockes Herrenhaus in der Stadt Coswig mit Steinfassaden, symmetrischen Fenstern und ornamentalen Details auf mehreren Geschossen. Das Gebäude verbindet Renaissance- und Barockstil in seiner Architektur und wirkt wie ein großes Wohnhaus mit klassischen Proportionen.
Eine Burg in Coswig ist ab 1187 belegt; das Schloss selbst wurde 1342 als Leibgeding der Fürstin Agnes von Anhalt erstmals erwähnt. Spanische Truppen brannten es 1547 nieder, von 1555 bis 1560 wurde es wieder errichtet. Ab 1873 diente es als Zuchthaus für 300 Insassen, dafür wurde der Südflügel um zwei Stockwerke erhöht; in der NS-Zeit saßen bis zu 900 politische Gefangene in den Zellen, bis 1957 bestand die Strafanstalt Coswig.
Der Name des Schlosses geht auf die alte Burganlage Cossewiz zurück, und die Fürsten von Anhalt hatten ab 1212 ihren Sitz in Coswig. Die letzte hier residierende Fürstin, Friederike Auguste Sophie, starb 1827 auf dem Schloss, womit die höfische Zeit endete. Seit 2014 finden im Gebäude Konzerte statt, und die Eigentümerin Magnolia Albertazzi plant ein Zentrum für transnationale kulturelle Zusammenarbeit.
Das Schloss steht in der Schloßstraße 44–46; der Eingang liegt am Innenhof, flankiert von zwei Wachgebäuden, links die früheren Stallungen. West- und Nordseite sind noch vom Wassergraben umgeben. Seit 2007 läuft die Restaurierung, daher können Teile des Baus gesperrt sein.
Das Zuchthaus war für 300 Insassen angelegt, doch in der NS-Zeit saßen bis zu 900 politische Gefangene in den Zellen. Für die Strafanstalt war der Südflügel 1873 um zwei Stockwerke erhöht worden; diese Gefängnisetagen wurden 2008 abgerissen.
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