Ostmannturm, Historischer Turm in Bielefeld, Deutschland.
Der Ostmannturm ist ein ehemaliger Wasserturm in Bielefeld mit einer charakteristischen Kupferkuppel, der sich in eine dreistoeckige Fabrikanlage integriert. Das Gesamtgebaeude an der Hanns-Bisegger-Strasse 7 bildet eine kompakte Industrieanlage mit dem Turm als sichtbares Erkennungsmerkmal.
Das Gebaeude entstand zwischen 1912 und 1914 fuer einen lokalen Verbrauchverband als Schlachterei und bekam damit seine funktionale Grundstruktur. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es unter die Kontrolle von Ostmann-Gewuerzmuehlen, die es bis 1978 nutzten, bevor es in Studentisches Wohnraum umgewandelt wurde.
Der Turm war über Jahrzehnte Teil des Alltags in diesem Viertel und trug verschiedene Spitznamen, die seine Funktion widerspiegelten. Heute erinnern diese Namen an die Zeit, als hier Fleisch verarbeitet und später Gewürze hergestellt wurden.
Die Anlage ist heute als Studentenwohnheim genutzund wurde 1980 von einem Freimaurerverband uebernommen und grundlegend saniert. Der Turm und die angrenzenden Raeume sind Privatbesitz und nicht allgemein zugaenglich, aber die Aussenseite kann von der Strasse aus betrachtet werden.
Der Turm ist eines der letzten erhaltenen Industriegebaeude in seiner unmittelbaren Umgebung und dokumentiert den Wandel des Viertels von einem Produktionszone zu einem Wohngebiet. Seine Kupferkuppel glänzt heute noch wie zu Zeiten der Fabrik und macht die Geschichte sichtbar, ohne sich der Gegenwart anzupassen.
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