Canal de l’Ourcq, Wasserstraße in Seine-et-Marne, Frankreich
Der Canal de l'Ourcq ist eine Wasserstraße in Seine-et-Marne, die sich über 108 Kilometer durch die Île-de-France zieht und Port-aux-Perches bei Troesnes mit dem Bassin de la Villette in Paris verbindet. Er fließt durch abwechslungsreiche Landschaften, vorbei an Wäldern, Feldern und kleinen Ortschaften, und wird von zehn Schleusen unterbrochen, die das Gefälle ausgleichen.
Napoleon Bonaparte ließ den Bau 1802 in Auftrag geben, um Frachtschiffe zu fördern und Paris mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Die Arbeiten dauerten bis 1825 und veränderten die Wasserversorgung der Stadt grundlegend.
Der Name leitet sich vom Fluss Ourcq ab, der hier in ein Kanalsystem umgewandelt wurde und heute Angler, Spaziergänger und Radfahrer anlockt. Entlang der Ufer sieht man oft Menschen, die die ruhigen Abschnitte nutzen, um die Landschaft zu genießen oder in kleinen Dörfern Rast zu machen.
Boote fahren heute durch die Schleusen, während Fußwege und Radstrecken die Ufer begleiten und zum Entdecken einladen. Die Wasserstraße versorgt auch jetzt noch städtische Dienste und Parks in Paris mit der Hälfte ihres Bedarfs.
Die Pumpstationen Trilbardou und Villers-Lès-Rigault stehen unter Denkmalschutz und zeigen noch immer die Maschinentechnik aus dem 19. Jahrhundert. Besucher können die Architektur bewundern und nachvollziehen, wie die Wasserversorgung damals funktionierte.
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