Sologne, Naturregion in Centre-Val de Loire, Frankreich.
Sologne erstreckt sich über weite Teile der Region Centre-Val de Loire und zeigt ein Mosaik aus dichtem Mischwald, stillen Teichen und flachen Hügeln aus sandigem Boden. In den Niederungen breiten sich Wiesen aus, die sich im Herbst oft in feuchte Zonen mit niedrigem Bewuchs verwandeln.
Napoleons Neffe ordnete Mitte des 19. Jahrhunderts die Anlage von Entwässerungsgräben und Baumschulen an, um die nasse Erde nutzbar zu machen. Diese Maßnahmen veränderten die Landschaft dauerhaft und verwandelten weite Sumpfflächen in bewirtschaftete Forste.
Die Bewohner haben viele Begriffe aus der lokalen Mundart bewahrt, etwa die Wörter für Tümpel und Waldpfade, die auf mittelalterliche Zeiten zurückgehen. Besucher sehen noch heute rote Ziegel in Fachwerkhäusern und Höfen, die seit Jahrhunderten aus dem lehmigen Boden gebrannt werden.
Besucher erreichen die Gegend meist von Orléans aus oder folgen den kleinen Straßen, die durch Dörfer wie Lamotte-Beuvron und Romorantin-Lanthenay führen. Viele Wanderwege und unbefestigte Pfade durchziehen die Waldgebiete, wobei festes Schuhwerk im Herbst und Frühjahr wegen des feuchten Untergrunds ratsam ist.
Die undurchlässige Bodenschicht sorgt dafür, dass Regenwasser an der Oberfläche bleibt und kleine Becken bildet, die sich je nach Jahreszeit vergrößern oder schrumpfen. Diese natürlichen Mulden ziehen im Frühjahr Zugvögel an, die hier rasten und fressen, bevor sie weiterziehen.
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