Hôtel de Marigny, Privatpalais im 8. Arrondissement, Frankreich
Das Hôtel de Marigny ist ein klassisches Privatpalais im 8. Arrondissement von Paris, das durch seine zweistöckigen Flügel und die zentrale Fassade mit Korintischen Säulen besticht. Das Gebäude verbindet Repräsentationsräume in den oberen Etagen mit Dienstquartieren und Kellergeschossen.
Der Baron Gustave de Rothschild kaufte zwei benachbarte Häuser an dieser Stelle und ließ sie unter Leitung des Architekten Alfred-Philibert Aldrophe zu einem einzigen Anwesen umgestalten. Ab 1972 wurde das Gebäude zur offiziellen Empfängnisresidenz des französischen Staates für ausländische Würdenträger.
Das Gebäude trägt den Namen des nahegelegenen Avenue de Marigny und dient heute als Ort für offizielle Empfänge von Staatsgästen. Die prunkvollen Säle und Salons spiegeln die Tradition Frankreichs wider, wichtige Besucher mit Eleganz zu empfangen.
Der Ort liegt direkt gegenüber vom Élysée-Palast und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Da es sich um eine Staatsresidenz handelt, ist das Besichtigen von außen möglich, aber interne Führungen sind nicht für das Publikum verfügbar.
Im Jahr 1978 entfernte der rumänische Präsident Nicolae Ceaușescu während eines Staatsbesuches mehrere Ausstattungsgegenstände aus dem Gebäude. Dieser Vorfall wird noch heute in den Annalen der Diplomatie erwähnt und gehört zu den ungewöhnlicheren Momenten der Residenzgeschichte.
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