Salle Gaveau, Konzertsaal im 8. Arrondissement, Frankreich
Die Salle Gaveau ist ein Konzertsaal in der Rue La Boétie mit etwa 1.020 Sitzen, entworfen vom Architekten Jacques Hermant mit großer Sorgfalt für die Akustik. Der Raum wurde speziell für Kammermusikaufführungen konzipiert und behält bis heute diese Fokussierung.
Der Saal öffnete seine Türen im Oktober 1907 und erlebte eine bewegte Geschichte über zwei Weltkriege hinweg. Er entging nur knapp der Abrissplanung 1963, bevor die Familie Fournier ihn 1976 kaufte.
Der Saal ist nach der Klaviermanufaktur Gaveau benannt, nicht nach einem Pianisten: Étienne Gaveau, der die Familienfirma mit seinem Bruder Gabriel Eugène leitete, ließ das Gebäude für den Firmensitz und einen Saal zur Förderung der eigenen Instrumente errichten. Gaveau-Flügel, darunter der Grand Queue de concert Nr. 5, wurden hier bis in die 1960er Jahre gespielt.
Der Saal liegt in der Rue La Boétie 45-47 im 8. Arrondissement, erreichbar über die Metrostationen Miromesnil und Saint-Philippe du Roule. Die 1.020 Plätze verteilen sich auf drei Ebenen; prüfen Sie vor dem Aufstieg, auf welcher Ebene Ihr Platz liegt. Der flache Balkon und der helle Holzfußboden sorgen für unterschiedliche Sichtlinien im Parkett und im oberen Rang.
Die Orgel, die 1907 zur Eröffnung erklang, war 1900 in der Werkstatt Mutin-Cavaillé-Coll gebaut worden und hatte 39 Register. 1957 wurde sie in die Gemeinde Saint-Saëns in der Normandie gebracht; heute steht kein Instrument dieser Art mehr im Saal. Im November 2013 kehrte der Konzertflügel Nr. 5 von Gaveau für ein Recital von Laurent Cabasso auf die Bühne zurück.
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