Maison des Chevaliers de Saint-Jean, Haus in Colmar, Frankreich
Die Maison des Chevaliers de Saint-Jean ist ein Renaissancegebäude aus Venedig in Colmar mit zwei separaten Strukturen, die durch eine zweistöckige Arkadengalerie mit Steinbalustern und gekrümmten Bögen verbunden sind. Das Ensemble zeigt aufwendig gestaltete Fassaden mit charakteristischen spätmittelalterlichen Sprossfenstern.
Der Bau wurde 1608 von Architekt Albert Schmidt entworfen und folgte venezianischen Designprinzipien, die in dieser Zeit in Europa verbreitet waren. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude abgerissen und später anhand der ursprünglichen Pläne wieder aufgebaut.
Die Fassaden mit ihren Sprossfenstern und Rosetten zeigen venetianische Einflüsse, die während der Renaissance in die Elsässer Architektur eindrangen. Diese Stilelemente verdeutlichen, wie Kunstströmungen aus dem Süden bis in diese nördliche Region gelangten.
Das Gebäude kann von der Rue Saint-Jean oder von der Großen Rue aus besichtigt werden, beide Zugänge ermöglichen einen Blick auf die verbundenen Strukturen. Besucher sollten sich Zeit für die Details an den Fassaden nehmen, da diese von außen vollständig sichtbar sind.
Trotz seines Namens war dieses Gebäude nie im Besitz der Ritter des Heiligen Johannes, was eine faszinierende historische Rätselfrage aufwirft. Die wahre Herkunft dieser Bezeichnung bleibt bis heute ungeklärt und wird unter Historikern diskutiert.
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