Étang du Pourra, Feuchtgebiet in der Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich
Der Étang du Pourra ist ein Feuchtgebiet im Süden Frankreichs, in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, das eine natürliche Senke ausfüllt, die durch Wind und Wasser geformt wurde. Es handelt sich um einen flachen, künstlich angelegten Teich mit Schilfrohrzonen, Salzwiesen und niedrigen Pflanzen an den Rändern, umgeben von Wäldern aus Aleppokiefern und Steineichen.
Die Gegend um den Étang du Pourra war bereits in der Jungsteinzeit bewohnt, und in der Römerzeit soll ein Tunnel angelegt worden sein, um das Wasser abzulassen und das Land landwirtschaftlich zu nutzen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Terrassen und Mauern gebaut, um die Hänge zu stabilisieren, und spätere Epochen sahen immer wieder Pläne, das Gebiet trockenzulegen oder anderweitig zu nutzen, die jedoch nie vollständig umgesetzt wurden.
Der Étang du Pourra liegt zwischen zwei größeren Gewässern, dem Étang de Berre und dem Golf von Fos, was dem Ort eine besondere Lage gibt. Besucher bemerken schnell, wie nah Industrie und Natur hier beieinanderliegen, da Fabrikgelände und Wälder aus Aleppo-Kiefern fast unmittelbar aneinandergrenzen.
Rund um das Feuchtgebiet führen Wanderwege, die gut zu Fuß erkundet werden können, wobei flaches Schuhwerk ausreicht, da das Gelände kaum Höhenunterschiede aufweist. Ein Besuch im Frühling oder Herbst ist besonders lohnend, da die Vegetation dann üppig ist und viele Vögel zu sehen sind.
In heißen Sommern trocknet der Étang du Pourra manchmal vollständig aus, und auf dem Boden bildet sich dann eine dünne Salzschicht, die auf das zurückbleibende Wasser hinweist. Dieses Salz ist sichtbar, wenn man nah am Ufer entlanggeht, und erinnert daran, dass dieser Teich trotz seiner Süßwassereigenschaften mit salzhaltigen Böden in Berührung steht.
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