Silwan, Palästinensisches Viertel in Ost-Jerusalem, Israel
Silwan ist ein palästinensisches Viertel in Ostjerusalem, das sich von Friedhöfen im Norden bis zu Wohngebieten im Süden erstreckt und durch enge Gassen sowie Steinhäuser geprägt ist. Der Ort enthält archäologische Stätten, darunter alte Gräber und ein antikes Wasserbecken, das sich unterhalb des Tempelbergs befindet.
Das Wasserbecken wurde während der Herrschaft des Königs Hiskija konstruiert, um Trinkwasserquellen vor Eindringlingen zu schützen. Die Anlagen stammen aus dem späten 8. Jahrhundert v. Chr. und gehören zu den bedeutendsten Wasserbauten dieser Epoche.
Lokale Künstler und Musikschulen prägen das tägliche Leben und zeigen, wie traditionelle palästinensische Ausdrucksformen in der Gemeinde lebendig bleiben. Die Menschen treffen sich in öffentlichen Räumen, um Theater und Musik zu teilen und ihre Verbindung zur Geschichte des Ortes zu bewahren.
Die Erkundung der archäologischen Stätten erfordert häufig besondere Genehmigungen und es können Zugangsbeschränkungen gelten. Es ist ratsam, lokale Guides zu nutzen und sich vor dem Besuch über aktuelle Zugangsregeln zu informieren.
Das System zur Wasserversorgung nutzte einen unterirdischen Tunnel, der Quelle und Becken miteinander verband und so Wasser ins Innere der befestigten Stadt brachte. Dieses technische Meisterwerk ermöglichte es den Bewohnern, auch während einer Belagerung Wasser zu sammeln.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.