Þórisvatn, Stausee in Island
Þórisvatn ist ein Stausee im isländischen Hochland, im Süden des Landes, auf einer Höhe zwischen 560 und 576 Metern. Das Wasser stammt aus dem Fluss Þjórsá, der vom Gletscher Hofsjökull gespeist wird, und nimmt einen grünlichen Ton an, der sich deutlich von der umgebenden schwarzen Lava und dem Felsgestein abhebt.
Seit den frühen 1970er-Jahren dient Þórisvatn als Stausee für das Kraftwerk Vatnsfell, das Strom für weite Teile Islands erzeugt. Dieses Projekt veränderte den natürlichen Wasserstand des Gebiets und legte den Grundstein für Islands Ausbau erneuerbarer Energien.
Der Name Þórisvatn geht auf den nordischen Gott Þór zurück, was zeigt, wie tief die isländische Mythologie in der Landschaft verankert ist. Wer ans Ufer kommt, erlebt eine Stille, die in bewohnten Teilen Islands kaum zu finden ist.
Um den See zu erreichen, sind tiefe Schotterpisten im Hochland erforderlich, sodass ein Fahrzeug mit Allradantrieb unbedingt notwendig ist. Das Wetter kann sich selbst im Sommer sehr schnell ändern, daher sollte man warme Kleidung und ausreichend Vorräte mitbringen.
Obwohl man zunächst glaubte, der See sei fischlos, entdeckten Angler Mitte des letzten Jahrhunderts Bachforellen darin. Heute zählen Angelplätze wie Austurbotnar und Grasatanga zu den begehrtesten in der Region, bekannt für die Größe und Qualität der dortigen Fische.
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