Dolomiten, Gebirgskette in Nordostitalien
Die Dolomiten erstrecken sich über den Nordosten Italiens zwischen den Tälern der Etsch und der Piave mit Kalksteinformationen, Gletschern, tiefen Schluchten und Wäldern. Die Landschaft umfasst 18 größere Gipfel auf einer Fläche von 142.000 Hektar, durchzogen von Almen und Bergdörfern.
Während des Ersten Weltkriegs bildete die Bergkette eine strategische Frontlinie zwischen italienischen und österreichisch-ungarischen Truppen, was zur Anlage militärischer Infrastruktur führte. Nach dem Krieg wurde die Gegend Teil Italiens und behielt ihre gemischte kulturelle Identität.
Die Region zeigt einen Mix aus italienischer und deutscher Sprache, wobei 75 Prozent der Südtiroler Bevölkerung Deutsch als Muttersprache sprechen. In den Dörfern hört man oft Ladinisch, eine alte romanische Sprache, die noch heute im Alltag verwendet wird.
Die Wintersaison bietet 1.200 Kilometer Skipisten in mehreren Skigebieten, mit optimalen Bedingungen von Dezember bis März auf Höhen bis zu 3.342 Metern. Im Sommer führen markierte Wanderwege durch Almwiesen und ermöglichen den Zugang zu den meisten Tälern und Bergpässen.
Der Marmolada-Gipfel besitzt eine südliche Felswand von 610 Metern Höhe und beherbergt 41 verschiedene Gletscher im gesamten Gebirgszug. Bei Sonnenuntergang nehmen die Kalksteinwände eine rosa bis violette Färbung an, ein Phänomen, das als Enrosadira bekannt ist.
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