Mont-Blanc-Tunnel, Straßentunnel zwischen Chamonix und Courmayeur, Frankreich und Italien.
Das Mont Blanc Tunnel ist ein mautpflichtiger Straßentunnel, der die Haute-Savoie in Frankreich mit dem Aostatal in Italien verbindet. Die Röhre verläuft auf ihrer gesamten Länge von 11,6 Kilometern unter dem Mont-Blanc-Massiv und durchquert den Fels auf 1274 Metern Höhe bei einer Breite von 8,6 Metern.
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1959 mit Bohrungen von beiden Seiten gleichzeitig, wobei Ingenieure 711 Tonnen Sprengstoff und 4,6 Millionen Arbeitsstunden einsetzten. Die offizielle Einweihung fand im Juli 1965 statt, nachdem die beiden Tunnelabschnitte in der Mitte des Berges aufeinandertrafen.
Dieser Alpenübergang verbindet den französischen Wintersportort mit dem italienischen Aostatal und bleibt das ganze Jahr über für Reisende geöffnet, die die Passhöhen meiden möchten. Ortsnamen an beiden Enden zeigen die zweisprachige Natur der Region, wo französische und italienische Traditionen aufeinandertreffen.
Starke Sicherheitsprotokolle gelten für alle Fahrzeuge, wobei Lastwagen Genehmigungen an Kontrollstationen 22 Kilometer vor dem französischen Eingang einholen müssen. Autofahrer folgen klaren Beschilderungen zu beiden Portalen, wobei die Durchfahrt bei normalem Verkehr weniger als fünfzehn Minuten dauert.
Die Röhre verläuft direkt unterhalb der Aiguille du Midi, eines der markantesten Gipfel der Mont-Blanc-Gruppe, wobei die maximale Überdeckung mehr als 2400 Meter beträgt. Beide Tunneleinfahrten befinden sich auf nahezu gleicher Höhe, sodass die Fahrbahn innen nur minimal ansteigt.
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