Nemisee, Vulkanischer Kratersee in den Albaner Bergen, Italien
Der Kratersee Nemi liegt in den Albaner Bergen und füllt eine tiefe vulkanische Mulde aus, die sich markant in die Landschaft einsenkt. Das Wasser ist dunkelblau und relativ klein, aber bemerkenswert tief für seine Größe.
Das Gewässer war in der Antike ein heiliger Ort und behielt diese Bedeutung über viele Jahrhunderte der römischen Zeit. Im 20. Jahrhundert enthüllte der Wasserspiegel Wrackteile von zwei antiken Schiffen aus der Kaiserzeit, bevor diese später zerstört wurden.
Der See wird von Einheimischen und Besuchern häufig mit antiken Ritualen verbunden, da es hier einst einen wichtigen Tempel gab. Menschen kommen heute hierher, um die Ruhe des Sees und die Verbindung zur Vergangenheit zu spüren.
Das Ufer ist an einigen Stellen begehbar, aber der Zugang hängt von Privatbesitz und lokalen Regelungen ab, daher sollten Besucher vor Ankunft informiert sein. Mit dem Auto ist die Gegend leicht erreichbar, und es gibt Parkplätze in der Nähe des Sees.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden beide antiken Schiffswracks, die Jahre zuvor geborgen worden waren, durch Bombardierungen zerstört und gingen verloren. Dies macht Nemi zum Ort eines doppelten archäologischen Schicksals – erst vergessen unter Wasser, dann wieder verloren durch Krieg.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.