Palazzo Spada, Stadtpalast im Regola Viertel, Rom, Italien
Palazzo Spada ist ein Palast aus dem 16. Jahrhundert im Stadtteil Regola in Rom, bekannt für seine reich verzierte Fassade aus Stuck mit Figuren in Nischen, Blumengirlanden und Fruchtarrangements. Im Inneren befindet sich eine Galerie mit vier Sälen voller Gemälde und ein berühmter Perspektivkorridor, der länger wirkt als er tatsächlich ist.
Der Kardinal Girolamo Capodiferro beauftragte 1540 den Bau auf Grundstücken seiner Familie, und Bartolomeo Baronino vollendete die Hauptstruktur bis 1554. Im Jahr 1632 erwarb Kardinal Bernardino Spada das Gebäude und beauftragte Francesco Borromini mit der Gestaltung des berühmten Perspektivkorridors im Innenhof.
Der Name leitet sich von der Familie Spada ab, die den Palast im 17. Jahrhundert kaufte und dort ihre Kunstsammlung zusammentrug. Besucher sehen heute die originale Anordnung der Gemälde, die nach barocken Kriterien gehängt wurden und den Geschmack einer römischen Adelsfamilie widerspiegeln.
Der Palast dient als Sitz des italienischen Staatsrates, daher ist ein schriftlicher Antrag im Voraus nötig, um das Piano Nobile zu besichtigen. Die Galerie im Erdgeschoss kann an bestimmten Tagen besucht werden und zeigt die historischen Räume mit ihren originalen Möbeln und Gemälden.
Der Perspektivkorridor von Borromini täuscht durch mathematische Berechnungen eine Länge von 37 Metern vor, obwohl er tatsächlich nur acht Meter misst. Die Säulen verjüngen sich graduell und der Boden steigt leicht an, sodass eine Statue am Ende größer erscheint, als sie ist.
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