Pferde von San Marco, Bronzeskulpturen in der Markusbasilika, Italien
Die Rossebändiger von San Marco sind eine Gruppe von vier Bronzepferden an der Fassade der Markusbasilika in Venedig, Italien. Jede Skulptur misst 238 Zentimeter in der Höhe und wiegt etwa 850 Kilogramm, gegossen aus einer ungewöhnlich reinen Kupferlegierung.
Die Pferde kamen 1204 als Kriegsbeute nach Venedig, nachdem Kreuzfahrer Konstantinopel erobert hatten. Sie waren zuvor im Hippodrom der Stadt aufgestellt, vermutlich seit römischer Zeit oder früher.
Der Name erinnert an ihre Aufstellung über dem Haupteingang der Markusbasilika, wo sie seit Jahrhunderten als Symbol der Stadt gelten. Besucher erkennen die vier Pferde heute als Teil der venezianischen Identität, oft in Souvenirs und Stadtführungen erwähnt.
Die Originale befinden sich seit 1982 im Museum der Basilika im ersten Obergeschoss, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen. An ihrer historischen Position auf der Fassade stehen heute exakte Nachbildungen, die vom Besucher vom Markusplatz aus sichtbar sind.
Eine metallurgische Untersuchung ergab einen Kupferanteil von 96,67 Prozent, weit höher als bei römischen Bronzen üblich. Diese Zusammensetzung deutet auf griechische Handwerkskunst hin, möglicherweise aus hellenistischer Zeit.
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