Tempel der Tellus, Römischer Tempel im Carinae-Viertel, Rom, Italien
Der Tempel der Tellus war ein antikes Heiligtum auf dem Esquilin-Hügel, das der römischen Göttin der Erde und Fruchtbarkeit geweiht war. Das Gebäude wurde später auch als Treffpunkt der römischen Elite genutzt und behielt seinen Platz in der Stadt bis ins vierte Jahrhundert.
Der Tempel wurde nach 268 v. Chr. gegründet, nachdem der röm ein Erdbeben während eines Feldzugs gegen die Picenten erlebt hatte. In den Jahrzehnten darauf erlebte das Heiligtum mehrere Restaurierungen und Umbauten durch verschiedene Eigentümer.
An den Tempelmauern hing eine detaillierte Karte Italiens, die Römern half, ihr Reich besser zu verstehen. Dieses Wandgemälde war für viele Menschen der einzige Ort, an dem sie die Form ihres Landes sehen konnten.
Das Gelände war historisch schwer zugänglich da es sich auf einem Hügel befand und von anderen antiken Gebäuden umgeben war. Heute sind nur noch Überreste des Fundaments sichtbar, daher benötigt man etwas Fantasie und archäologisches Wissen, um sich die ursprüngliche Struktur vorzustellen.
Ein wohlhabender römischer Redner erwarb später Teile des Tempelgrundstücks und ließ es im Laufe der Zeit aufwendig restaurieren. Seine Investitionen in das Anwesen zeigten, wie wichtig dieser Ort für die wohlhabendsten Römer war.
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