Maxentiusbasilika, Zivilbasilika im Römischen Forum, Italien
Die Maxentiusbasilika ist ein ziviler Basilikabau im römischen Forum, dessen drei freistehende Gewölbebögen aus dem 4. Jahrhundert über die Ruinen ragen. Acht monumentale Korinthsäulen aus weißem Marmor stehen entlang der nördlichen Mauer, während die Fundamentreste den ursprünglichen Grundriss des Komplexes zeigen.
Maxentius ließ den Bau 308 errichten und plante einen Eingang an der Ostseite, doch Konstantin verlegte ihn später zur Via Sacra und stellte in der westlichen Apsis eine monumentale Statue seiner selbst auf. Der Komplex blieb bis ins 9. Jahrhundert in Betrieb, bevor ein Erdbeben große Teile zum Einsturz brachte.
Die drei gewaltigen Gewölbe des nördlichen Seitenschiffs schaffen einen kühlen, schattigen Raum, in dem Besucher heute in halbdunklen Nischen wandern. Bautechnisch zeigt das Gebäude den Übergang von traditionellen Säulenhallen zu den großen Kuppelbauten, die später das byzantinische Reich prägten.
Besucher erreichen die Ruinen am besten von der Via dei Fori Imperiali aus, von wo aus man die Säulen und Gewölbe vom Straßenniveau aus gut überblicken kann. Frühe Morgenstunden bieten weiches Licht, das die Reliefdetails auf den Marmorelementen besser sichtbar macht.
Eine der acht Säulen wurde im 17. Jahrhundert abgebaut und steht jetzt vor der Basilika Santa Maria Maggiore, wo sie als freistehende Säule für eine Marienskulptur dient. In der Apsis befand sich ursprünglich eine rund 12 Meter hohe Sitzfigur des Kaisers, von der heute nur noch Kopf, Hand und Fuß in den Kapitolinischen Museen erhalten sind.
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