Friedenstempel, Römischer Tempel in Kaiserforen, Italien
Der Tempel des Friedens war ein römischer Tempel in den Kaiserforen mit einer rechteckigen Umfassung, einer zentralen apsidenförmigen Halle und fünf Räumen, die zur südöstlichen Säulenhalle führten. Die Überreste dieser Struktur liegen heute unter der Kirche der Heiligen Kosmas und Damian, mit begrenzten archäologischen Spuren an der Oberfläche.
Kaiser Vespasian ließ den Tempel 71 n.Chr. errichten, um den Sieg über Jerusalem zu verewigen und Schätze aus der Eroberung auszustellen. Das Bauwerk wurde zu einem wichtigen Monument, das römische Macht und die Beute aus dem Krieg gegen die Juden demonstrierte.
Der Tempel diente als offene Galerie zur Präsentation griechischer Kunstwerke und bedeutender Gegenstände aus Jerusalem, darunter der siebenarmige Leuchter. Besucher konnten hier Schätze aus verschiedenen Kulturen betrachten, die gezielt zusammengestellt wurden.
Die Überreste des Tempels sind unter einer Kirche verborgen, daher können Besucher nur begrenzte Spuren an der Oberfläche sehen. Eine Erkundung des Ortes erfordert Aufmerksamkeit für Details und das Verständnis der Schichten römischer und christlicher Geschichte, die übereinander liegen.
Der antike Schriftsteller Plinius der Ältere dokumentierte, dass hunderte Skulpturen und Kunstwerke aus Griechenland und Kleinasien speziell für diesen Tempel umgesiedelt wurden. Diese Relokation machte den Ort zu einem Zentrum für geraubte Kunstschätze aus dem gesamten Reich.
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