Lanuvium, Antike Stadt in Latium, Italien
Lanuvium ist ein antikes römisches Siedlungsgebiet in den Albaner Bergen südöstlich von Rom mit freiliegenden Tempeln, Befestigungen und Wohnbauten auf verschiedenen Grabungsebenen. Die Anlage bewahrt Reste der Stadtmauer, vier Wehrtürme, Überreste der römischen Brücke Ponte Loreto und ein Museum mit Fundstücken aus der Region.
Die lateinische Siedlung erhielt 332 vor Christus das römische Bürgerrecht und entwickelte sich später zu einem bedeutenden Zentrum, das zwei römische Kaiser hervorbrachte. Antoninus Pius und Commodus wurden beide hier geboren und prägten die Geschichte des Imperiums.
Der Tempel der Juno Sospita war das religiöse Zentrum und zog Pilger aus der ganzen römischen Welt an, die an Zeremonien und Opfergaben teilnahmen.
Die Anlage lässt sich zu Fuß erkunden und ist gut zugänglich, mit klaren Wegen zwischen den einzelnen Bereichen. Es wird empfohlen, mit dem Museum zu beginnen, um einen Überblick zu bekommen, bevor man die Ausgrabungsbereiche besucht.
Bei Grabungen 2012 im Bereich Pantanacci wurde eine große Sammlung von Votivgegenständen entdeckt, die neue Erkenntnisse über die religiösen Praktiken der Antike lieferten. Diese Funde zeigten, dass Pilger aus weit entfernten Regionen hierher kamen, um ihre Frömmigkeit durch materielle Opfergaben auszudrücken.
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