Batteria La Court, Festungsruine in Val-Cenis, Frankreich
Batteria La Court ist eine Panzerbatterie auf dem Felsmassiv der Court auf 2090 m Höhe, am Südostrand des Mont-Cenis-Plateaus und unmittelbar nördlich der Piana di San Nicolao. Wie die Schwesterbatterie Paradiso bestand sie aus einem quaderförmigen Betonblock mit zwei Geschossen: technische Räume und Mannschaftsunterkünfte im Erdgeschoss, Munitionsreserven und Wendeltreppen zu den Geschützschächten im Obergeschoss.
Zwischen 1905 und 1910 auf dem Felsen der Court auf 2090 m errichtet, war sie nach der Batterie Paradiso die zweite Panzerbatterie des Mont-Cenis-Plateaus; die Forts des 19. Jahrhunderts (Cassa, Roncia, Varisello) genügten nicht mehr gegen einen französischen Angriff durch das Susatal. Im Ersten Weltkrieg blieben ihre Geschütze vor Ort; im Juni 1940 beschossen sie die französischen Forts Petite Turrà, Revet und Arcellins, 1944-1945 feuerten sie mit 149-mm-Kanonen erneut. Abziehende deutsche Truppen sprengten sie Ende April 1945.
Die Anlage zeigt die Bauweise von Bergfestungen, die Italien im frühen 20. Jahrhundert entwickelte, um die Alpen zu verteidigen. Besucher können die Struktur dieser Wehrbaukunst noch heute in den Resten erkennen.
Die Anlage liegt auf 2090 m am Südostrand des Mont-Cenis-Plateaus bei der Piana di San Nicolao und ist nur zu Fuß erreichbar. Die Ruine lässt sich von außen ablesen: die vier kreisrunden Geschützschächte von fünf Metern Durchmesser und die steinernen Schützengräben am Rand sind noch sichtbar. Festes Schuhwerk für felsigen Untergrund ist sinnvoll.
Die vier versenkbaren Geschütze 149/35 A standen in kreisrunden Schächten von fünf Metern Durchmesser und zwei Metern Tiefe, die jeweils eine etwa 14 cm dicke gusseiserne Kuppel in Schildkrötenpanzerform verschloss. Zur Batterie gehörte ein doppeltes Pulvermagazin, der größere Raum für Ballistit, der kleinere für Schwarzpulver, das über Aufzüge mit dem Obergeschoss verbunden war.
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