Jordan, Nahöstlicher Fluss in Jordanien, Libanon und Syrien
Der Jordan entspringt am Mount Hermon und fließt südwärts durch das Hula-Tal, bevor er in den See Genezareth mündet und anschließend seinen Lauf zum Toten Meer fortsetzt. Sein Bett windet sich durch eine Senke, die von Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Ebenen gesäumt wird, wobei stellenweise Vegetation und Schilf den Wasserlauf begleiten.
Schon in der Antike galt der Fluss als natürliche Grenze zwischen verschiedenen Reichen und Völkern, eine Rolle, die er über Jahrhunderte behielt. Nach 1948 wurde er zur Waffenstillstandslinie zwischen Israel und Jordanien, eine Funktion, die sich nach 1967 mit der Besetzung des Westjordanlands veränderte.
Entlang der Ufer versammeln sich heute Pilger aus aller Welt, um Taufen und religiöse Rituale zu vollziehen, die auf biblische Erzählungen zurückgehen. Kleine Kapellen und Taufstätten markieren Orte, an denen Gläubige das Wasser berühren, beten oder in weißen Gewändern ins Wasser steigen.
Mehrere Grenzübergänge verbinden beide Seiten des Flusses, darunter die Allenby-Brücke und die Sheikh-Hussein-Brücke, die Reisenden den Übergang zwischen Israel und Jordanien ermöglichen. Besuchern wird empfohlen, vor Ankunft aktuelle Öffnungszeiten und Visabestimmungen zu prüfen, da die Zugangsbedingungen variieren können.
Der Fluss erreicht am Ende seines Verlaufs die tiefste Stelle eines Flusssystems auf der Erde, gelegen 416 Meter unter dem Meeresspiegel am Toten Meer. Dieser extreme Höhenunterschied zwischen Quelle und Mündung prägt die gesamte Landschaft entlang seines Wegs.
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