Myōshin-ji, Buddhistischer Tempel in Hanazono, Kyoto, Japan
Myōshin-ji ist ein buddhistisches Tempelgelände im Stadtteil Hanazono im nordwestlichen Kyoto, das aus sechs und vierzig Untertempeln besteht. Die Anlage erstreckt sich über ein weitläufiges Areal, auf dem Wege mit Steinfliesen verschiedene Tempel verbinden und hohe Mauern das gesamte Gelände umgeben.
Kaiser Hanazono schenkte seine Residenz im Jahr 1337 dem Mönch Kanzan Egen, der sie in einen Tempel der Rinzai-Zen-Schule umwandelte. Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Stätte zu einem der größten Klosterkomplexe dieser Tradition in Japan.
Der Name des Tempels verbindet sich mit der Linie des Rinzai-Zen, und die Gesamtanlage dient als Übungsort für Mönche, die sich auf Zazen und andere meditative Praktiken konzentrieren. Besucher beobachten Gärten mit einfachen Steinsetzungen und erleben die Zurückhaltung der Klosterarchitektur.
Nur drei der kleinen Tempel (Taizo-in, Daishin-in, Keishun-in) stehen Besuchern frei zur Verfügung, während der Zugang zur Haupthalle mit Führungen organisiert wird. Es empfiehlt sich bequemes Schuhwerk, da das Gelände große Flächen umfasst und viele Wege zu Fuß zurückgelegt werden.
Die Dharma-Halle beherbergt eine Deckenmalerei mit einem Drachen, die der Künstler Kanō Tan'yū im 17. Jahrhundert schuf. Die Linien des Drachens verändern ihr Aussehen je nach dem Standpunkt des Betrachters im Raum.
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