Ninna-ji, Buddhistischer Tempel im Nordwesten von Kyoto, Japan.
Ninna-ji ist ein buddhistischer Tempel im nordwestlichen Kyoto, der zu einem Welterbe-Ensemble gehört und mehrere Nationalschätze beherbergt. Auf dem Gelände erheben sich Gebetshallen mit geschwungenen Dächern, ein fünfstöckiger Turm und Gärten mit Teichen und Steinformationen unter hohen Bäumen.
Ein Kaiser des neunten Jahrhunderts gründete die Anlage, die sein Sohn wenige Jahre später vollendete und dann selbst als erster Mönchspriester leitete. Über die Jahrhunderte blieb der Tempel eine Stätte, an der kaiserliche Prinzen religiöse Führungsrollen übernahmen.
Die Anlage trägt den Namen eines kaiserlichen Äranamens und war jahrhundertelang ein kaiserliches Kloster, in dem Prinzen den Tempelvorsitz führten. Diese Tradition prägte die Architektur mit breiten Höfen und repräsentativen Bauten, die bis heute den Raum gliedern.
Die Anlage öffnet morgens und schließt am späteren Nachmittag, wobei die Zeiten im Winter kürzer sind als im Sommer. Besucher können sich frei über die Wege bewegen und mehrere Gebäude von außen betrachten, manche Innenräume sind gegen Gebühr zugänglich.
Im Frühling blühen auf dem Gelände Kirschbäume einer besonderen Sorte, die etwa zwei Wochen später aufgehen als die meisten anderen in der Stadt. Besucher können so die Blütezeit verlängern, wenn anderswo die Blüten schon verblasst sind.
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