Biwa-See, Alter tektonischer See in der Präfektur Shiga, Japan
Der Biwa-See ist ein tektonisches Gewässer in der Präfektur Shiga und erstreckt sich über 63 Kilometer von Norden nach Süden. Das Wasser teilt sich in zwei Becken, wobei der nördliche Abschnitt 44 Meter tief wird, während der südliche Teil durchschnittlich 3,5 Meter misst.
Tektonische Bewegungen formten das Becken vor etwa vier Millionen Jahren und schufen eines der ältesten Seen der Erde. Schon frühe japanische Kulturen nutzten das Wasser als wichtige Lebensquelle, und bis heute versorgt es die umliegenden Regionen.
Fischer setzen noch heute die traditionelle Eri-Methode ein, bei der Fische durch ruhig gestellte Fallen gefangen werden, ohne dass aktiv eingegriffen wird. Diese Art des Fangs gehört zum Alltag der Gemeinden am Ufer und zeigt, wie Menschen das Wasser seit Generationen schonend nutzen.
Das Wasser versorgt Millionen Menschen in der Kinki-Region mit Trinkwasser und wird für Landwirtschaft, Fischerei und Textilproduktion genutzt. Besucher können die Uferpromenaden erkunden, wobei der nördliche Bereich ruhiger wirkt, während der flachere Süden leichter zugänglich bleibt.
Das geschlossene Ökosystem beherbergt 60 endemische Arten, darunter Fische und Muscheln, die sich über Jahrmillionen getrennt von anderen Gewässern entwickelt haben. Diese Lebewesen existieren nirgendwo sonst auf der Welt und machen jeden Besuch zu einer Begegnung mit biologischer Einzigartigkeit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.