Kamakura-gū, Shinto-Schrein in Nikaidō, Kamakura, Japan.
Kamakura-gū ist ein Shintō-Schrein im Nikaidō-Viertel von Kamakura in Japan, dessen helle Holzkonstruktionen und zinngrüne Dächer zwischen alten Bäumen liegen. Der Komplex umfasst mehrere Gebäude, darunter das Hauptheiligtum, ein Tempeltor und einen kleinen Garten mit Teich, der durch Wege und niedrige Steinlaternen erschlossen wird.
Der Kaiser Meiji gründete das Heiligtum 1869 als Gedenkstätte für Prinz Morinaga, der gegen die Herrschaft der Kamakura-Samurai kämpfte. Ashikaga Tadayoshi ließ den Prinzen zwei Jahre nach seinem Sieg hinrichten, was den Ort mit politischen Konflikten des 14. Jahrhunderts verbindet.
Der Name des Heiligtums ehrt Prinz Morinaga, dessen Andenken Besucher durch Opfergaben und stille Momente am Hauptschrein würdigen. Lokale Familien nutzen den Ort für Segensrituale zu Lebensereignissen wie Geburt, Hochzeit oder Neujahr, wobei sie Ema-Holztafeln mit persönlichen Wünschen aufhängen.
Das Heiligtum liegt östlich von Tsurugaoka Hachimangu und ist nach einem kurzen Fußmarsch durch bewaldetes Gelände erreichbar. Der Garten ist gegen eine geringe Gebühr zugänglich, und ein kleiner Laden bietet Schutzamulette und traditionelle Souvenirs an.
Eine Höhle auf dem Gelände markiert den Ort, an dem Prinz Morinaga vor seiner Hinrichtung gefangen gehalten wurde. Besucher können die enge Öffnung sehen, die als Erinnerung an diese dunkle Episode der japanischen Geschichte dient.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.