Provinz Chikuzen, Historische Provinz in Saikaidō, Japan
Chikuzen war eine Provinz in der nördlichen Kyūshū Region, die später zum nördlichen und westlichen Teil der heutigen Präfektur Fukuoka wurde. Die Landschaft erstreckte sich von den Bergen im Binnenland bis zu den Buchten an der Küste und grenzte an Hizen, Buzen und Bungo.
Nach der Schlacht von Hakusonko im Jahr 663 wurde die Region zum militärischen Ausgangspunkt und erhielt bald das Verwaltungszentrum Dazaifu. Im 13. Jahrhundert diente die Küste als Ort für den Abwehrkampf gegen die mongolische Flotte, die durch einen Taifun zerstört wurde.
Die Einrichtung der Dazaifu Verwaltung brachte tausende Beamte und ihre Familien in die Region und formte das westliche Kyūshū zu einem Tor zwischen Japan und dem Kontinent. Ihr Einfluss prägte die Entwicklung von Siedlungen und Tempeln entlang der alten Straßen, die sich zwischen den Hügeln und der Küste erstreckten.
Die Ausdehnung deckte ein großes Gebiet ab, das heute in vielen kleinen Orten und Städten liegt, die bis zur Nordküste von Kyūshū reichen. Wer die historischen Erinnerungen besuchen will, findet Orientierung in den Tempelbezirken und am ehemaligen Verwaltungssitz in Dazaifu.
Das Mongoleninvasionsereignis brachte den Ausdruck Kamikaze hervor, der wörtlich göttlicher Wind bedeutet und später eine ganz andere Bedeutung erhielt. Der ursprüngliche Taifun gilt noch heute in der Gegend als Teil der lokalen Erzählung, wie die Natur das Land schützte.
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