Kamo-Schrein, Shinto-Heiligtum im Nordosten von Kyoto, Japan.
Kamo besteht aus zwei getrennten Anlagen, Kamigamo im Norden und Shimogamo weiter südlich, die beide am Flusslauf des Kamo in Kyoto liegen. Jede Anlage verfügt über eigene Gebetshallen, Tore und Innenhöfe, die von Bäumen und Kieswegen umgeben sind.
Beide Anlagen bestanden bereits, bevor die Stadt zur Hauptstadt des Landes wurde, und dienten den Kaisern in den folgenden Jahrhunderten als wichtige Kultorte. Die Schreine erhielten regelmäßig kaiserliche Unterstützung und wurden mehrfach erneuert.
Der Name Aoi bezieht sich auf die Stockrosenblätter, mit denen Teilnehmer und Ochsenkarren während der jährlichen Prozession geschmückt werden. Die Zeremonie verbindet kaiserliche Traditionen mit der Verehrung der Schreinschutzgötter und zieht Besucher aus ganz Japan an.
Shimogamo liegt etwa eine Viertelstunde zu Fuß von der Station Demachi-Yanagi entfernt, während öffentliche Busse ebenfalls in der Nähe halten. Kamigamo ist über lokale Buslinien erreichbar, die von mehreren Punkten der Stadt aus abfahren.
Tadasu no Mori umgibt das südliche Gelände und bildet einen der wenigen alten Wälder innerhalb einer japanischen Großstadt. Einige der Bäume dort sind mehrere hundert Jahre alt und wurden seit Jahrhunderten als heilige Grenze bewahrt.
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