Manshu-in, Buddhistischer Tempel in Ichijōji, Kyoto, Japan
Manshu-in ist ein Tempel in Ichijōji, Stadtteil Sakyō-ku von Kyoto in Japan, der zum buddhistischen Tendai-Zweig gehört. Die Anlage erstreckt sich über mehrere hölzerne Gebäude mit versenkten Fußböden, Papiertüren und einem Garten mit Teichen, Moos und sorgfältig platzierten Steinen.
Ein Mönch der Tendai-Schule gründete den Tempel im 8. Jahrhundert auf dem Berg Hiei nördlich von Kyoto. Ein kaiserlicher Prinz verlegte ihn Mitte des 17. Jahrhunderts an den jetzigen Standort und erneuerte die Gebäude im Stil wohlhabender Teehäuser.
Der Tempelname bezieht sich auf eine Linie hoher Adelsprälate, deren Rang sich in der stillen Ordnung der Räume widerspiegelt. Besucher nehmen die Schuhe ab und folgen einem vorgegebenen Weg durch die Kammern, in denen die Schiebetüren einzelne Szenen freigeben.
Der Weg vom nächsten Haltepunkt führt bergauf durch ein Wohnviertel und dauert ungefähr fünf Minuten zu Fuß. Wer den Garten in Ruhe betrachten möchte, sollte früh am Morgen oder bei bewölktem Himmel kommen, wenn weniger Gruppen unterwegs sind.
Ein Korridor am Südende schließt mit einer hölzernen Wandverkleidung ab, in die ein Bambusrohr eingelassen ist, durch das bei einer bestimmten Tageszeit ein Lichtstrahl fällt. Dieses Element trägt den Namen Nachtigall-Trittbrett und erinnert an einen akustischen Schutzmechanismus aus älteren Gebäuden.
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