Jōdo-in, Buddhistischer Tempel im Bezirk Sakyo, Kyoto, Japan
Jōdo-in ist ein Tempel nördlich vom Ginkaku-ji gelegen, mit traditioneller japanischer Architektur und einem Hauptgebäude, das eine sitzende Amida-Buddha-Statue beherbergt. Das Gelände hat einen ruhigen Charakter, der typisch für buddhistische Gebetsstätten in dieser Region ist.
Der Tempel entwickelte sich aus einem Tendai-Kloster namens Jodoji, das während der Heian-Zeit bestand, bis es im Onin-Krieg zerstört wurde. Aus den Überresten dieses älteren Standorts entstand später das heutige Jōdo-in an dieser Stelle.
Der Tempel pflegt ein wichtiges Ritual für Kyotos Obon-Fest: Die Daimonji-Feuer werden jährlich auf den Bergen entzündet, wobei Mönche vor Ort heilige Texte rezitieren. Dieses Feuerritual ist tief in der lokalen Tradition verwurzelt und prägt das Stadtbild während dieser Zeit.
Der Ort ist etwa zehn Minuten Fußweg von der Bushaltestelle Ginkakuji-michi entfernt und liegt an der Adresse Ginkakuji-cho 30 im Bezirk Sakyō-ku. Der Weg ist einfach zu finden und führt durch ein ruhiges Viertel mit anderen Tempeln in der Nähe.
Das Gebäude beherbergt einen schwarzen Buddha-Statue aus der Fujiwara-Zeit, ein seltenes Beispiel dieser Kunstform aus dieser fernen Epoche. Dieser antike Kunstschatz ist einer der Gründe, warum dieses kleine Heiligtum regelmäßig von Kunsthistorikern und Sammlern besucht wird.
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