Daitoku-ji, Buddhistischer Tempel in Kita-ku, Kyoto, Japan
Daitoku-ji ist ein buddhistischer Tempelkomplex in Kita-ku, Kyoto, der aus einem Haupttempel und über zwanzig eigenständigen Untertempeln auf einem ausgedehnten Gelände besteht. Die Gebäude verteilen sich entlang einer zentralen Achse und umfassen mehrere als Nationalschätze ausgewiesene Hallen sowie zahlreiche Gärten in verschiedenen Stilen.
Shūhō Myōchō gründete die Anlage 1315, doch während des Onin-Kriegs im 15. Jahrhundert brannten viele Bauten nieder. Der Mönch Ikkyū leitete später den Wiederaufbau und verhalf dem Tempel zu neuem Ansehen unter einflussreichen Förderern.
Die Anlage gilt als wichtiges Zentrum der Rinzai-Zen-Tradition und hat über Jahrhunderte die japanische Teezeremonie geprägt. Viele der Untentempel bewahren alte Teehäuser und Gärten, die nach den Prinzipien dieser meditativen Praxis gestaltet wurden.
Der Haupttempel öffnet nur zu besonderen Anlässen für Besucher, während einige Untentempel das ganze Jahr oder nur zeitweise zugänglich sind. Am besten erkundigt man sich im Voraus bei den einzelnen Untertempeln über Öffnungszeiten und Besichtigungsmöglichkeiten.
Einige Gärten hier verwenden winzige Kiefern und Moospolster, die über Generationen hinweg beschnitten wurden, um ihre geringe Größe zu bewahren. Diese lebenden Miniaturen erzeugen den Eindruck weiter Landschaften auf kleinstem Raum.
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