Kōtō-in, Buddhistischer Nebentempel in Kita-ku, Japan.
Kōtō-in ist ein Nebentempel des Daitoku-ji Komplexes in Kyoto mit sorgfältig gestalteten Gärten, die traditionelle Zen-Prinzipien widerspiegeln. Die Anlage beherbergt Steinlaternen, Fischteiche mit Karpfen, Moosbeläge und Ahornbäume, die von gepflegten Wegen durchzogen werden.
Der Tempel wurde 1602 gegründet, einer Zeit großer Veränderungen in Japan, als die Samurai-Klasse ihre Macht konsolidierte. Der Gründer Hosokawa Tadaoki war ein angesehener Kriegsherr, dessen Vermächtnis den Charakter dieser Stätte prägte.
Der Tempel ist nach Izumo no Okuni benannt, der Begründerin des Kabuki-Theaters, und ihre Präsenz im Heiligtum zeigt die Verbindung zwischen spirituellen Räumen und darstellender Kunst in Japan. Die Besucher können diese Verknüpfung spüren, wenn sie durch die ruhigen Gärten gehen und sich des künstlerischen Erbes bewusst werden, das hier geehrt wird.
Das Gelände lässt sich am leichtesten vom Bahnhof Kitaoji mit den Stadtbussen erreichen, die direkt zur Bushaltestelle Daitokuji-mae fahren. Ein Besuch ist möglich, ohne vorab Fahrkarten oder Sonderfahrten zu buchen.
Der Friedhof des Tempels enthält das Grab von Izumo no Okuni, der Gründerin des Kabuki-Theaters, neben dem des Tempelgründers. Diese unerwartete Kombination verbindet die Geschichte der Kriegerkaste mit der Geschichte des japanischen Tanzes und des Theaters.
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