Daisen-in, Buddhistischer Tempel und Steingarten in Kita-ku, Kyoto, Japan
Daisen-in ist ein Tempel mit sorgfältig gestalteten Felsgärten in Kita-ku, Kyoto, gelegen als Tempel-Anbau im Daitoku-ji-Komplex. Die Anlage zeigt mehrere Gartenbereiche um die zentrale Halle, in denen weiße Kiesflächen und angeordnete Steine die Raumgestaltung bestimmen.
Der Tempel wurde zwischen 1509 und 1513 vom Zen-Priester Kogaku Soko erbaut und zählt heute zu den wichtigen Denkmälern Japans. Im Gegensatz zu vielen anderen Strukturen des Daitoku-ji-Komplexes blieb dieser Tempel von den großen Bränden verschont.
Der Garten nutzt Steine und Kies, um Landschaften wie Berge und Bäche darzustellen, nach Vorbild chinesischer Malerei. Wer durch die Räume geht, erkennt diese Naturbilder in der steinernen Komposition wieder.
Der Zugang erfolgt durch das größere Daitoku-ji-Gelände, wo man leicht navigieren kann und feste Wege zwischen den Tempel-Anlagen führen. Gutes Schuhwerk ist sinnvoll, da die Oberflächen rund um die Gärten unterschiedlich beschaffen sind.
Die weißen Kiesflächen sind nicht zufällig mit Mustern gekämmt, sondern folgen einer Ordnung, die verschiedene Lebensphasen darstellt. Manche besucher bemerken erst beim genaueren Hinschauen, dass diese Muster einem fließenden Fluss ähneln, der sich durch mehrere Gartenzonen bewegt.
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