Tenryū-ji, Buddhistischer Tempel in Arashiyama, Japan
Tenryū-ji ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Ukyō in Kyoto, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln westlich der Stadt. Die Anlage umfasst mehrere Hallen mit geschwungenen Dächern, einen großen Teich mit kleinen Inseln und Brücken sowie Wege durch Bambus und Kiefernhaine, die vom Tempeleingang bis zum hinteren Berghang führen.
Der Shogun gründete den Tempel 1345 nach dem Tod von Kaiser Go-Daigo, um dessen Geist zu ehren und politische Spannungen zu mildern. Im Laufe der Jahrhunderte brannte die Anlage mehrmals ab, doch der Garten blieb weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten.
Der Name bedeutet Himmlischer Drachen-Tempel und verweist auf eine alte Legende, wonach ein Mönch hier im Fluss einen Drachen aufsteigen sah. Besucher können an Wochenenden oft Zen-Schüler beim Sitzen in den Meditationshallen beobachten, während Pilger vor den Schreinen Räucherstäbchen anzünden.
Die Anlage liegt etwa zehn Gehminuten westlich vom Bahnhof Arashiyama und öffnet morgens früh, sodass Besucher vor dem größten Andrang kommen können. Bequeme Schuhe sind ratsam, da einige Wege leicht bergauf führen und im Winter bei Nässe rutschig werden können.
Der Garten wurde so angelegt, dass die fernen Berge wie ein gemalter Wandschirm hinter dem Teich erscheinen und damit die Grenze zwischen gestalteter Anlage und natürlicher Landschaft aufheben. Diese Technik nennt man Shakkei und macht jede Jahreszeit zu einem neuen Bild, je nachdem, wie Nebel oder Schnee die Gipfel verhüllen.
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