Nison-in Temple, Buddhistischer Tempel im Bezirk Sagano, Japan
Nison-in ist ein Tendai-Tempel am Berg Ogura in Sagano; man betritt ihn durch ein Tor, das der Kaufmann Suminokura Ryōi 1613 von der Burg Fushimi hierher versetzen ließ. Die 1521 mit Spenden des Sanjōnishi Sanetaka wiedererrichtete Haupthalle birgt die beiden Statuen, denen der Tempel seinen Namen verdankt. Dahinter liegen der Garten der sechs Jizō der sechs Welten und die kaiserliche Tafel aus der Hand Kaiser Go-Naras.
Nison-in wurde in der frühen Heian-Zeit gegründet: Kaiser Saga ordnete 834 die Errichtung an, und Ennin (Jikaku Daishi) gründete den Tempel auf kaiserlichen Wunsch. In der frühen Kamakura-Zeit belebte Tanzan, ein führender Schüler Honens, ihn als Zentrum von vier Schulen; 1227 wurden Honens sterbliche Überreste zum Schutz hierher gebracht. Der Onin-Krieg (1467–1477) brannte die Hallen nieder, und 1521 ließ der 16. Abt Ekyo Haupthalle und Karamon mit Spenden wieder aufbauen, die Sanjonishi Sanetaka gesammelt hatte.
Die beiden hölzernen Hauptfiguren stehen im Zentrum der Verehrung und ziehen Gläubige an, die zu beiden Buddha-Formen beten. Diese doppelte Ausrichtung verleiht dem Tempel seinen Namen und macht ihn zu einem besonderen Ort der buddhistischen Praxis.
Der Tempel öffnet morgens und schließt am Nachmittag, ein Eintrittsgeld wird erhoben. Vom Bahnhof Saga-Arashiyama führt ein kurzer Fußweg durch das Wohngebiet zum Gelände.
Das Haupttor wurde 1613 vom Schloss Fushimi hierher versetzt, gestiftet vom Kaufmann Suminokura Ryōi; 2014 wurden seine Ziegel neu gedeckt. Die 1992 gegossene Glocke des Tempels heißt „Glocke des Glücks“. Auf dem Friedhof steht auch das Grab des Schauspielers Bandō Tsumasaburō.
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