Adashino Nenbutsu-ji, Buddhistischer Tempel in Saga Toriimoto, Kyoto, Japan.
Adashino Nenbutsu-ji ist ein buddhistischer Tempel in Saga Toriimoto im Stadtbezirk Ukyō in Kyoto und liegt am Rand des Sagano-Bezirks. Mehr als achttausend kleine Steinfiguren füllen das Gelände und stehen in geordneten Reihen zwischen Moosflecken und Bäumen.
Ein Mönch verwandelte im achten Jahrhundert einen Ort im Freien, an dem unbegrabene Körper lagen, in eine Gedenkstätte für namenlose Tote. Jahrhunderte später ordneten Reformer der Meiji-Zeit die verstreuten Steinfiguren und schufen das heute sichtbare System geordneter Reihen.
Der Name bezieht sich auf die Stätte, an der Reisende früher abrupt stehen blieben und Gebete für unbestattete Tote sprachen. Heute durchstreifen Besucher das Gelände mit den eng beieinander stehenden Steinfiguren und erleben diese alte Praxis als sichtbare Erinnerung an vergangene Bestattungsbräuche.
Das Gelände liegt bergauf vom zentralen Sagano-Gebiet und erreicht man zu Fuß nach einem zwanzigminütigen Spaziergang durch ruhige Viertel und grüne Wege. Der Weg steigt sanft an und erfordert bequeme Schuhe und etwas Zeit zum Gehen.
Ein stupa aus Ziegeln im indischen Stil steht zwischen den traditionellen hölzernen Hallen und dient als Aufbewahrungsort für Gebeine. Dieser Bau unterscheidet sich deutlich von den üblichen japanischen Tempelformen und zieht Blicke durch seine fremde Silhouette an.
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