Giō-ji, Buddhistisches Kloster in Saga Toriimoto, Ukyō-ku, Japan
Giō-ji ist ein Nonnenkloster im westlichen Kyoto, das sich durch traditionelle Strohdachhäuser auszeichnet, die von ausgedehnten Moosbeeten und kleinen Bambushainen umgeben sind. Die Anlage verbindet architektonische Elemente mit natürlichen Elementen zu einer harmonischen Gesamtkomposition.
Das Kloster entstand als Rest des von Ryochin gegründeten Ojo-in, einem Schüler von Honen, der die Jodo-shu-Schule des Reinen-Land-Buddhismus begründete. Die Stätte bewahrt damit einen wichtigen Punkt in der Entwicklung dieser buddhistischen Tradition in Japan.
Der Name des Nonnenklosters erinnert an Gio, eine Tänzerin aus der Heian-Zeit, deren Geschichte in der klassischen Erzählung Heike Monogatari niedergeschrieben ist. Besucher sehen heute noch Spuren dieser Vergangenheit in der Art, wie der Ort gestaltet und genutzt wird.
Besucher erreichen das Kloster mit dem Bus bis zur Haltestelle Toriimoto oder durch einen 25-minütigen Spaziergang von Daikaku-ji vorbei an den erhaltenen Straßen von Saga. Der Ort ist leicht zu Fuß zu erkunden und bietet sich für einen gemächlichen Besuch an.
Auf dem Gelände stehen über 8.000 buddhistische Statuen, die über die Moosbeete verteilt sind und eine besondere Atmosphäre schaffen. Diese große Sammlung wird von Besuchern oft übersehen, obwohl sie den Ort markant von anderen Tempeln unterscheidet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.