Daikaku-ji, Buddhistischer Tempel im Sagano Bezirk, Kyoto
Daikaku-ji ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Sagano in Kyoto mit mehreren Gebäuden, die durch erhöhte Holzgänge verbunden sind und Schiebetüren besitzen, die mit Gemälden der Kano-Schule verziert sind. Die gesamte Anlage umfaßt weite Innenhöfe und einen künstlichen Teich, dessen Ufer begehbar gestaltet wurden.
Die heutige Tempelanlage entstand als kaiserliche Villa von Kaiser Saga im frühen 9. Jahrhundert. Nach dem Tod des Kaisers ließ Prinzessin Masako das Anwesen 876 in ein buddhistisches Heiligtum umwandeln.
Die Anlage zählt als Kaiserpalast, und in den Räumen ist der Einfluß höfischer Kultur auf buddhistische Architektur deutlich erkennbar. Noch heute pflegt man hier japanische Blumenkunst, und diese Verbindung von Hof und Religion prägt den besonderen Charakter des Ortes.
Der Tempel ist in etwa 15 Gehminuten vom Bahnhof JR Saga-Arashiyama aus zu erreichen und täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Für verschiedene Gebäude und Gartenbereiche gelten jeweils getrennte Eintrittsbedingungen.
Der Osawa-Teich entstand vor über 1.200 Jahren als eines der ersten künstlich angelegten Gewässer Japans und sollte ursprünglich mit Booten befahren werden. Das Design folgt chinesischen Vorbildern und spiegelt den frühen Einfluß kontinentaler Gartenkunst auf japanisches Landschaftsgestalten.
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