Abai, Verwaltungsregion im östlichen Kasachstan
Abai ist eine Verwaltungsregion im östlichen Kasachstan, die rund 185.500 Quadratkilometer umfasst und zehn Bezirke sowie die Hauptstadt Semei einschließt. Die Landschaft wechselt von der kasachischen Steppe im Süden über Hügelland bis zu bewaldeten Gebieten im Norden, durchzogen vom Fluss Irtysch und seinen Nebenflüssen.
Das Gebiet entstand im Juni 2022 als eigenständige Region, nachdem es von der Region Ostkasachstan abgetrennt wurde und die Grenzen der früheren Region Semipalatinsk wiederherstellte. Die Neugliederung zielte darauf ab, die Verwaltung der ausgedehnten östlichen Gebiete des Landes zu vereinfachen und lokale Entscheidungen zu erleichtern.
Die Gegend trägt den Namen des kasachischen Dichters Abai Qunanbaiuly, dessen Werk die kasachische Sprache und Identität geprägt hat. Seine Verse werden noch heute in Schulen gelesen und seine Gedanken begleiten viele Einwohner im Alltag, besonders in den Städten entlang des Irtysch.
Die meisten Reisenden erreichen die Region über den internationalen Flughafen Semei, der Verbindungen nach Almaty, Astana und einigen russischen Städten bietet. Wer mit dem Auto unterwegs ist, findet Hauptstraßen, die nach Westen zur Landeshauptstadt und nach Norden zur russischen Grenze führen.
Die Region beherbergt Kurtschatow, eine geschlossene wissenschaftliche Stadt, die als Hauptstandort für sowjetische Atomwaffentests diente und heute Forschungseinrichtungen unter strenger Kontrolle beherbergt. Besucher können die Stadt nur mit besonderer Genehmigung betreten, da sie weiterhin als eingeschränktes Gebiet gilt.
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