Kuban, Flusssystem im Westkaukasus, Russland.
Der Kuban entspringt am Berg Elbrus und durchfließt auf 906 Kilometern (563 Meilen) enge Schluchten, bevor er nordwärts durch das Stawropol-Hochland strömt und schließlich ins Asowsche Meer mündet. Der Fluss formt ein weitläufiges Delta und führt je nach Jahreszeit unterschiedlich viel Wasser, wobei seine Ufer von landwirtschaftlichen Ebenen und kleineren Ortschaften gesäumt sind, die sich über mehrere Regionen im Westkaukasus verteilen.
Nach der Annexion der Krim 1783 bildete der Fluss die Grenze des Russischen Reiches, was zur Errichtung von Festungen und zur Ansiedlung von Kosaken führte. Diese militärischen und landwirtschaftlichen Vorposten prägten die Entwicklung der umliegenden Gebiete und dienten als Ausgangspunkt für die weitere Expansion nach Süden im 18. und 19. Jahrhundert.
Der Name stammt aus dem Karatschai-Balkarischen und bedeutet Hochwasser oder Flut, was auf die wechselnden Wasserstände des Flusses hinweist. Fischer und Landwirte leben seit Generationen entlang der Ufer, wobei das Wasser noch heute die Bewässerung für Reis- und Maisfelder liefert und somit die Lebensweise der Menschen in der Region prägt.
Das Wasser ist bis Krasnodar schiffbar und wird für Bewässerungssysteme in der gesamten Region genutzt, wobei die Strömung je nach Regen- und Schneeschmelze variiert. Besucher können entlang der Ufer spazieren und gelegentlich Angler beobachten, die nach Karpfen, Rotaugen oder Hechten suchen, während der Zugang zum Flussufer an vielen Stellen von Feldern oder Siedlungen abhängt.
Das Delta entstand über Jahrtausende durch Ablagerungen von Schlamm und Ausbrüche von Schlammvulkanen, die den ehemaligen Meeresboden in die heutige Form verwandelten. Diese geologische Aktivität führte dazu, dass Teile der Mündung sich ständig verändern und an manchen Stellen neue Inseln oder Untiefen bilden.
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