Wadi Halfa, Grenzstadt im Bundesstaat Nord, Sudan
Wadi Halfa ist eine Stadt am östlichen Ufer des Nubier-Stausees an der Grenze zwischen Sudan und Ägypten. Sie entstand nach der Flutung der ursprünglichen Siedlung in den 1960er Jahren neu und wird heute durch ihre Lage an diesem großen Binnensee geprägt, wo Fähren und Boote den Verkehr mit Ägypten ermöglichen.
Die ursprüngliche Stadt existierte Tausende von Jahren und war ein wichtiger Handelsplatz für Karawanen. Als der Assuan-Staudamm 1964 fertiggestellt wurde, verschwand die alte Stadt unter Wasser und die Bevölkerung musste sich weiter südlich in Sudan neu ansiedeln.
Die Stadt trägt den Namen einer antiken nubischen Region und verbindet ägyptische und sudanesische Traditionen in ihrem Alltagsleben. Sie dient als wichtiger Ort des Austauschs zwischen Menschen aus beiden Ländern, die über den See hinweg reisen.
Die Stadt liegt an der Grenzstation zwischen den beiden Ländern und ist für Reisende, die den See überqueren möchten, der natürliche Ausgangspunkt. Es ist ratsam, sich vor der Reise nach Fährenverbindungen zu erkundigen und genügend Zeit einzuplanen, da die Überfahrten je nach Wasserstand variieren können.
Die Landschaft ringsum ist extremer Wüste, wo Regen praktisch nicht vorkommt und die Hitze im Sommer intensiv ist. Trotz dieser harten Bedingungen lebt die Stadt weiter, was zeigt, wie Menschen sich an die unwirtlichsten Orte anpassen können.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.