Tell Aswad, Neolithischer Tell nahe Damaskus, Syrien
Tell Aswad ist ein neolithischer Siedlungshügel am südöstlichen Rand von Damaskus, der sich über 274 mal 250 Meter erstreckt und etwa 4,5 Meter über dem umliegenden Gelände erhebt. Der Hügel bedeckt ein Gebiet von fünf Hektar und bewahrt unter seiner Oberfläche Spuren der frühesten bäuerlichen Gemeinschaften der Region.
Henri de Contenson führte zwischen 1971 und 1972 Grabungen durch und legte zwei übereinanderliegende Siedlungsschichten frei, die in die Zeit von 7790 bis 7690 vor unserer Zeitrechnung zurückreichen. Diese Schichten dokumentieren den Moment, als Menschen begannen, Getreide anzubauen und Tiere zu halten, anstatt umherzuziehen.
Der Name des Ortes leitet sich von der dunklen Färbung der Erdschichten ab, die durch Asche und organisches Material entstanden ist. Besucher können heute die Umrisse der frühesten Hausstrukturen erkennen, die Menschen beim Übergang vom Sammeln und Jagen zur festen Ansiedlung errichteten.
Die Fundstätte liegt außerhalb des Stadtzentrums und ist über Landstraßen erreichbar, wobei der Zugang je nach lokaler Situation variieren kann. Wer den Ort besuchen möchte, sollte sich vorab über die aktuellen Bedingungen informieren und ausreichend Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen.
Ausgräber fanden hier Reste von Weizen und Gerste, die zu den ältesten Belegen für den gezielten Anbau von Nutzpflanzen im Nahen Osten gehören. Knochen von Ziegen und Wildtieren zeigen, dass die Bewohner gleichzeitig Tiere zu halten begannen und weiterhin jagten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.