Şanlıurfa, Provinzhauptstadt in der südöstlichen Türkei
Şanlıurfa ist eine Provinzhauptstadt im Südosten der Türkei, die sich über eine fruchtbare Ebene erstreckt und von Kalksteinhügeln umgeben wird. Die Stadt verbindet die Regionen Anatoliens und Nordmesopotamiens durch strategische Bergpässe und dient als wichtiges regionales Zentrum zwischen verschiedenen geografischen Zonen.
Die Siedlung wurde 303 vor unserer Zeitrechnung von Seleukos I. Nikator gegründet und entwickelte sich zu einem frühen christlichen Zentrum. Im 2. Jahrhundert entstand hier eine bedeutende literarische Tradition in syrischer Sprache, die über Jahrhunderte hinweg fortbestand.
Der Balıklıgöl-Teich wird von Einheimischen regelmäßig besucht, die am Ufer spazieren gehen und die Karpfen beobachten, die nach einer Legende als heilig gelten. Die umgebenden Teegärten und Plätze füllen sich am Abend mit Familien, die sich unter den Maulbeerbäumen versammeln und traditionelle Getränke genießen.
Die Stadt liegt in einer klimatisch heißen Zone, daher empfiehlt sich ein Besuch in den kühleren Morgen- oder Abendstunden für Erkundungen zu Fuß. Viele zentrale Bereiche sind zu Fuß erreichbar, und lokale Minibusse verbinden die verschiedenen Stadtteile miteinander.
Archäologische Ausgrabungen am nahegelegenen Göbekli Tepe brachten Tempelstrukturen zutage, die 12.000 Jahre alt sind und damit die früheste bekannte religiöse Anlage weltweit darstellen. Die Stätte liegt nur eine kurze Fahrt von der Stadt entfernt und zieht Forscher und Besucher aus der ganzen Welt an.
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