Bosporus, Natürliche Meerenge in Istanbul, Türkei.
Der Bosporus ist eine Meerenge in Istanbul, Türkei, die die europäische und die asiatische Seite der Stadt trennt und das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet. Das Wasser fließt in einer schmalen Rinne zwischen Hügeln auf beiden Seiten, wobei die Breite von etwa 700 Metern (2300 Fuß) an der engsten Stelle bis über 3 Kilometer (1,9 Meilen) variiert.
Persische und griechische Armeen überquerten hier bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. auf Pontonbrücken, und das Gebiet markierte später die Grenze des Römischen und Byzantinischen Reiches. Die osmanische Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 verwandelte die Meerenge in eine strategische Route, die drei Jahrhunderte lang von türkischen Flottenbasen kontrolliert wurde.
Lokale Fischer nutzen traditionelle Boote, um in den Gewässern des Kanals zu arbeiten, während entlang beider Ufer Teestuben mit Blick auf das Wasser Einheimische und Reisende anziehen. Der Name stammt aus der griechischen Mythologie und bedeutet Ochsenfurt, eine Erinnerung an die Geschichte der Io, die an dieser Stelle das Wasser durchquert haben soll.
Besucher können die Meerenge vom Wasser aus auf Ausflugsbooten betrachten, die von verschiedenen Anlegern auf beiden Seiten abfahren, oder von Parks und Promenaden entlang der Ufer. Die stärksten Strömungen treten während des Gezeitenwechsels auf, sodass das Wasser zu bestimmten Tageszeiten deutlich turbulenter erscheint als zu anderen.
Die Meerenge beherbergt einen zweilagigen Wasserstrom, bei dem Oberflächenwasser vom Schwarzen Meer in Richtung Marmara fließt, während darunter salzigeres Wasser in die entgegengesetzte Richtung strömt. Dieser Unterschied entsteht durch den Salzgehaltsunterschied zwischen den beiden Meeren, wobei das Schwarze Meer weniger salzig ist als das Marmarameer.
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