Hippodrom, Antike Rennbahn am Sultanahmet-Platz, Türkei.
Das Hippodrom von Konstantinopel ist eine antike Rennbahn im Herzen Istanbuls, die einst Zehntausende Zuschauer fasste und mit einer beeindruckenden Länge von etwa 450 Metern beeindruckt. Heute können Besucher an der Stelle noch drei markante antike Monumente sehen: den ägyptischen Obelisken, die Schlangensäule aus Griechenland und den steinernen Obelisken Konstantins.
Der römische Kaiser Septimius Severus begann die Konstruktion um 203 n. Chr., doch die größte Entwicklung fand unter Konstantin I. statt, der die Anlage erweiterte, als er Konstantinopel um 330 n. Chr. zur Hauptstadt machte. Diese Expansion machte den Ort zu einem der wichtigsten öffentlichen Versammlungsorte des neuen Reichszentrums.
Der Ort war Schauplatz von Wagenrennen, bei denen zwei Hauptgruppen – die Blauen und die Grünen – gegeneinander antraten und verschiedene soziale Schichten der byzantinischen Gesellschaft vertraten. Diese Wettkämpfe waren mehr als nur Sport; sie spiegelten die Spannungen und Loyalitäten wider, die das städtische Leben prägten.
Der Ort liegt in einem zentralen Bereich und ist leicht zu Fuß zugänglich; Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die verschiedenen Monumente genau zu erkunden. Die besten Besichtigungen sind früh am Tag oder später am Nachmittag möglich, wenn weniger Touristen vor Ort sind.
Die Stätte war nicht nur für sportliche Wettkämpfe bekannt, sondern diente auch als Ort für öffentliche Hinrichtungen, Feste und politische Versammlungen während der byzantinischen und osmanischen Epochen. Diese Mehrfachnutzung machte es zu einem Zentrum der Macht und des öffentlichen Lebens der Stadt.
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